News

22.04.2016 konstituierende Parlamentssitzung

Am 22. April konstituierte sich das Marburger Stadtparlament. Mit der Wahl der Stadtverordneten- vorsteherin und der ehrenamtlichen Magistratsmitglieder ist die parlamentarische Arbeit für die kommenden 5 Jahre aufgenommen.

Mai 2016 Sondierungsgespräche

Für die kommenden Wochen stehen weiterhin Sondierungsgespräche mit den Fraktionen Bündnis 90 / Die Grünen und den Marburger Linken an. Klar ist, dass mit der CDU keine weiteren Gespräche geführt werden. Zeitdruck besteht nicht.

01.05.2016 Betriebsrätetreffen

Die Betriebsräte aller Marburger Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften haben für den 1. Mai ihre zweite gemeinsame Aktion vorbereitet. Geförderte Arbeit und Weiterbildung für alle trägt zu einer gelingenden Integration bei.

Termine

  • » 18.02.2017

    Kulturforum / Suppenfest

  • » 20.02.2017

    Fraktionssitzung

  • » 22.02.2017

    SPD-Vorstandssitzung

  • » 24.02.2017

    Stadtparlament

  • » 02.03.2017

    SPD-Vorstandssitzung

Genauer hinschauen: Kritische Bemerkungen zum "Tag der betrieblichen Mitbestimmung" am 4. Februar 2017

Als arbeitgebernahe Vereinigung hat die sogenannte „Arbeitsgemeinschaft unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB)“ den „Tag der betrieblichen Mitbestimmung“ initiiert. Klingt auf den ersten Blick recht gut. Mitbestimmung ist immer gut! Aber was verbirgt sich hinter dieser AUB? Welche Interessen verfolgt die AUB?
Die AUB bezeichnet sich selbst als „einzigen unabhängigen Widerpart gegen die Allmacht der Gewerkschaften in Deutschland“. Das spricht Bände…! Wichtig zu wissen in dem Zusammenhang ist auch, dass die AUB 1974 im Auftrag der Konzernleitung von Siemens als konkurrierende Organisation zur IG Metall gegründet wurde.
Enorme finanzielle Unterstützung hat die AUB vom Siemenskonzern und Aldi Nord erhalten, um einen "pflegeleichten" Gegenentwurf zu den DGB-Gewerkschaften IG Metall und ver.di zu erhalten. Diese AUB hat also nicht die Interessen der Kolleginnen und Kollegen in einem Betrieb im Blick, sondern die des Unternehmens.
Im Gegensatz zu Klientel-Verbänden, die lediglich die Interessen einzelner Berufsgruppen vertreten (darunter u.a. auch der Marburger Bund), wird in Einheitsgewerkschaften unter dem Dach des DGB das Solidaritätsprinzip groß geschrieben.
Der DGB mit einen Einzelgewerkschaften hat maßgeblich dazu beigetragen, dass viele Dinge, die für uns heute selbstverständlich sind, tatsächlich für Millionen Menschen Arbeits- und Lebensrealität geworden sind: gute Bezahlung, Jahresurlaub, der Acht-Stunden-Tag, die Fünf-Tage Woche mit freiem Wochenende, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und vieles mehr. Keine Privilegien für einige wenige, sondern ordentliche Arbeits- und Lebensbedingungen für alle!
Daher gilt es, genauer hinzuschauen, wenn irgendjemand irgendwelche Feier- oder Gedenktage proklamiert.
Es gibt aber auch noch einen weiteren historischen Bezug: Am 4. Februar 1920 wurde erstmals in Deutschland mit dem Betriebsrätegesetz eine gewählte Interessenvertretung der Arbeitnehmer rechtlich verankert. Dieser Vorläufer-Regelung des heutigen Betriebsverfassungsgesetzes aus der Weimarer Republik sind heftige Auseinandersetzungen vorausgegangen - im Parlament und auf der Straße.
Die Arbeit des Betriebsrats beschränkte sich allerdings auf soziale und beratende Funktionen, Mitbestimmung in wirtschaftlichen Angelegenheiten sah das Gesetz nicht vor.
Wir treten weiterhin für Mitbestimmung im Betrieb und guten Arbeits- und Lebensbedingungen ein und zeigen dies jedes Jahr am 1. Mai, der Tag der Arbeit, Tag der Arbeiterbewegung, unserem Feiertag!